Kapelle des St. Paulus Stiftes

Am 8. Dezember 1898 wurde die Kapelle des St. Paulus Stiftes eingeweiht. Seit dieser Zeit ist sie die Mitte und das Herz des Mutterhauses im St. Paulus Stiftes Herxheim. Dreischiffig mit neugotischen Formen und Kreuzgewölbe, fast so breit als lang empfängt die Kapelle den Besucher in ihrer Licht- und Farbenpracht warm und freundlich. Von der Südseite strahlt das Tageslicht durch hohe Fenster in den Raum, die den ganz aus Eichenholz geschnitzten Hochaltar mit seiner großen Kreuzigungsgruppe (Jesus mit seiner Mutter Maria und dem Apostel Johannes) umrahmen.

An den Seiten des Chorraumes stehen sich der hl. Petrus und der hl. Paulus gegenüber.

Unter den Emporen der Seitenschiffe stehen zwei Seitenaltäre: links der Josefsaltar mit den Statuen des hl. Franziskus von Assisi, des hl. Antonius von Padua, des hl. Vinzenz von Paul und des hl. Johannes von Gott; rechts der Muttergottesaltar mit den Statuen der hl. Klara, des hl. Petrus, des hl. Jakobus und der hl. Theresia von Avila.



Die Fenster der Kapelle

Foto: Anke Sommer, Wörth

Der Gründer des St. Paulus Stiftes Prälat Jakob Friedrich Bussereau hat die bunten Glasfenster selbst entworfen und bis ins kleinste Detail ausgedacht. Nach seinen Ideen und Entwürfen wurde es von zwei Glasmanufakturen angefertigt: die Rosette 1898 von Glasermeister Joseph Weißenrieder in Speyer, die übrigen Teile 1905 nach Vorlagen des Kunstmalers Augustin Pacher vom Hofglasmaler Hans Bockhorni, beide in München.Sie stellen eine Armenbibel da, an der auch schwächeren Menschen die Botschaft der Heiligen Schrift und des Glaubens verkünden konnte.

In den Fenstern finden sich die Darstellung der Heiligsten Dreifaltigkeit (Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist) in der Rosette, sowie Themen aus dem Alten und Neuen Testament der Heiligen Schrift und die Darstellung der leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit.

Wie ein kleines Wunder überlebten die Fenster die beiden Weltkriege. Im Jahr 2013 wurden sie umfassend saniert von der Kunstglaserei Krumholz in Bad Bergzabern.

Die große Fensterwand ist nicht nur ein wunderschönes und bewundernswertes Dekorationsstück der Kapelle, sondern mehr noch: sie lädt auch heute ein zum Gebet, zur Betrachtung und zur Erbauung.

BesucherInnen sind herzlich eingeladen die Gottesdienste in der Kapelle mitzufeiern und zu den Öffnungszeiten in der Kapelle zu verweilen.

Fotos: Anke Sommer, Wörth